Berg heute

Berg/Pfalz ist ein Dorf mit über 2200 Einwohnern. Am Südrand der Südpfalz - in Sichtkontakt zu Frankreich - liegt unser Dorf, das nach langer wechselvoller Historie heute eine von 4 Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde Hagenbach ist.

Berg ist ein Dorf, in dem man als Bürger heute einen Großteil des täglichen Bedarfs abdecken kann. Bäckereien, Metzgereien, Banken, Haus- und Zahnarzt sowie eine Apotheke bilden das Rückgrat. Hinzu kommen ein Drogeriemarkt, Obst und Gemüse, Blumenläden, Friseure, Getränkeshops und viele andere Dinge, die man im täglichen Leben braucht. Seit September 2007 gibt es auch wieder einen Supermarkt, den man im neuen Gewerbegebiet Mühläcker finden kann.

Berg hat eine Reihe von gewerblichen Betrieben, die viele Arbeitsplätze in Berg mit sich bringen. Der größte davon ist ein metallverarbeitender Betrieb am Ortseingang von Hagenbach kommend. Die Zahl der Handwerksbetriebe ist erfreulicherweise wieder steigend.

Berg verfügt - unter der Obhut der Verbandsgemeinde Hagenbach - über eine Grundschule, in der auch die Schüler vom Nachbarort Scheibenhardt unterrichtet werden. Der Kindergarten wurde im Jahr 2001 erweitert, damit eine vierte Gruppe dort Platz finden konnte. Mittlerweile ist auch die Betreuung von Kindern vor dem 3. Lebensjahr fest etabliert.

Geschichte

Die Geschichte unseres Ortes reicht sicher weit in die Vergangenheit zurück, zumal Berg an einem bedeutendem Handelsweg lag, der schon in keltischer Zeit benutzt, und von den Römern ausgebaut wurde. Münzfunde aus römischer Zeit lassen den Schluß zu, daß unsere Gemarkung schon damals besiedelt wurde. Die vielen Grabhügel aus der späten Jungsteinzeit in der näheren Umgebung weisen auf eine noch frühere Besiedlung hin.

Früheste Erwähnung findet unser Ort im Jahr 819. Ausführliches dazu finden Sie unter der Rubrik "Historisches" in dieser Homepage. Der Name unseres Dorfes leitet sich von seiner markanten Lage auf dem Hochgestade im Gegensatz zu den übrigen Orten in der Rheinaue her. Im Jahr 1197 ist von einer "Burg Bergen des Wetzelo von Bergen" zu lesen. Dies zeigt, daß dieses bedeutende Geschlecht den Namen unseres Ortes angenommen hat.

Nachdem im Jahre 1281 Hagenbach Freie Reichstadt wurde, kam Berg zur dortigen Vogtei und schließlich mit ihr 1407 in kurfürstlichen Besitz. Von 1793 bis 1815 war es Teil des französischen Kantons Lauterbourg. Anschließend wurde es Bayern zugesprochen. Seit 1945 gehört es dem neuen Bundesland Rheinland-Pfalz an. Es liegt damit am südöstlichen Zipfel im Dreiländereck zwischen Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Elsaß.

Die Geschichte unseres Dorfes ist vorbildlich recherchiert und beschrieben in der Ortschronik von Ludwig Stehle, die ebenfalls auf dieser Homepage zu finden ist.

Grenzdorf

Die Lauter als Grenze zum französischen Elsaß hat inzwischen ihren trennenden Charakter verloren. Wo am Grenzübergang Neulauterburg früher kontrolliert, visitiert und trotzdem geschmuggelt wurde, sind die Schlagbäume entfernt worden und die Zöllnerhäuschen sind nicht mehr besetzt.

Der Güterverkehr wird über den neuen Grenzübergang "Bienwald" zwischen Neulauterburg und Scheibenhardt abgewickelt. Mittlerweile finden dort keine Kontrollen mehr statt.

Dorferneuerung

Im Rahmen des Programmes für die Dorferneuerung hat der Gemeinderat Förderungsmöglichkeiten und Unterstützung angeboten, um den alten Dorfkern in seiner Substanz zu erhalten. Berg hat sich auch am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" mehrmals mit Erfolg beteiligt. Dies ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass unser Ort in vielen Kriegen viel stärker in Mitleidenschaft gezogen wurde als andere Orte, in denen viel mehr alte Bausubstanz erhalten ist.

Baugebiete

Nach dem 2. Weltkrieg hat Berg einen starken Einwohnerzuwachs zu verzeichnen. Durch die Industriealisierung des Südpfälzer Raumes und des Raumes Karlsruhe kamen viele Neubürger zu uns. Bauland ist knapp geworden. Um aber unserer Jugend die Chance zum Bau eines Eigenheims zu geben, wurde in dem Gewann "Dornhecke" ein weiteres Neubaugebiet mit ca. 45 Bauplätze erschlossen.

Ein weiteres Baugebiet wurde im Berger Ortsteil Neulauterburg in Angriff genommen. Im Gewerbegebiet Mühläckermit ca. 5 ha Fläche am östlichen Rand von Neulauterburg sind im Jahr 2007 die ersten Gebäude entstanden.

Gemeinschaftshalle

Berg hat die größte Mehrzweckhalle in der Verbandsgemeinde mit ca. 700 Plätzen. Sie dient sowohl sportlichen Aktivitäten als auch Veranstaltungen kultureller und gesellschaftlicher Art. In den letzten Jahren hat man in Berg damit begonnen, diese Halle den aktuellen Erfordernissen anzupassen. So wurde das Hallendach unter tatkräftiger Mithilfe der Bürger renoviert. Auch der Innenanstrich der Halle wurde durch freiwillige Helfer aus dem Dorf bewerkstelligt.

Partnerschaft

Aus der Freundschaft zweier Musikvereine entwickelte sich seit 1962 eine Partnerschaft zwischen Berg und Vordernberg in der Steiermark. Sie wurde durch eine Urkunde mit den Unterschriften von Bürgermeister Otto Fried und seinem österreichischen Kollegen Günther Speer im Juni 1982 auch durch die politische Gemeinde besiegelt. Seither findet ein regelmäßiger Jugendaustausch zwischen den Partnergemeinden statt. Auch auf Vereinsebene und privat gibt es gegenseitige Besuche.

Vereine

Die Vereinslandschaft hat im Laufe der Jahrzehnte eine Wandlung erfahren. Manche Vereine haben sich aufgelöst oder sind in anderen aufgegangen, neue wurden gegründet. Es gibt bei uns viele Vereine und Gruppen, so daß jeder etwas findet um seinen kulturellen oder sportlichen Interessen nachgehen zu können. Der Kulturring Berg - der Zusammenschluss aller Berger Vereine und Gruppen - besteht seit 1981.

Ortsgemeinde Berg in der Verbandsgemeinde

Die Verbandsgemeinde Hagenbach besteht seit dem 23. 4. 1972 aus den Ortsgemeinden Berg, Hagenbach, Neuburg und Scheibenhardt. Dadurch sind diese vier Dörfer einander näher gerückt. Diese zentrale kommunale Verwaltungsebene wird geführt vom Bürgermeister der Verbandsgemeinde und ist u.a. fiir die verwaltungstechnische Umsetzung der Ratsbeschlüsse der vier zugehörigen Gemeinden verantwortlich.

Die Verbandsgemeinde ist auch für das Schulwesen, die Feuerwehr, die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung zuständig.

Die größte dieser vier Gemeinden - und Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung ist Hagenbach, die kleinste ist Scheibenhardt. Scheibenhardt ist ein geteiltes Dorf, das einen Partner namens Scheibenhard (nicht mit "dt") auf der französischen Seite hat.