Berg in der Pfalz

Berg (Pfalz) ist die südlichste Gemeinde in Rheinland-Pfalz und Nachbardorf zur Stadt Lauterbourg (Frankreich). Berg liegt im Landkreis Germersheim und gehört der Verbandsgemeinde Hagenbach an.

Älteste Nachrichten über ein Rittergeschlecht, das in Berg seinen Sitz hatte, gehen ins 12. Jahrhundert zurück. Es ist die Rede über Wezelo von Bergen, der unter den Ministerialen des Bischofs von Speyer, Günther von Henneberg, erscheint, aber auch als Zeuge in kaiserlichen Urkunden oder gar als Begleiter des Königs Heinrich VI. erwähnt wird. Urkundlich wird Berg zum ersten Male im Jahre 1176 genannt. 1281 kam Berg zur Vogtei Hagenbach und gelangte 1407 mit derselben in kurfürstlichen Besitz.

In den Jahren 1802 bis 1815 gehörte Berg zum französischen Kanton Lauterbourg, 1815 kam es zum Kanton Kandel und 1816 wurde es bayerisch. In all den kriegerischen Auseinandersetzungen der früheren und späteren Vergangenheit – Dreißigjähriger Krieg, Spanischer Erbfolgekrieg, Deutsch-Französischer Krieg und der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts blieb die Gemeinde nie verschont.

Berg im Zweiten Weltkrieg

Nördlich von Berg verlief der Westwall, sodass der Ort mit seiner Grenze im Süden zu Frankreich in der „Roten Zone“ lag. Im September 1939 wurde der Ort evakuiert und die Bewohner in die Region Mainfranken (u. a. nach Gerolzhofen, Volkach, Haßfurt und Sommerach) gebracht. Nachdem bereits einige Familien wieder näher zur Heimat gezogen waren, kehrten ab Juni 1940 wieder Familien nach Berg zurück. Eine zweite Evakuierung fand im Dezember 1944 aufgrund der heranrückenden amerikanischen Truppen statt. Diesmal fanden die Menschen teilweise in nahegelegenen Orten in der Südpfalz Zuflucht. Im Januar 1945 war die Rückkehr möglich. Im weiteren Verlauf lösten französische Soldaten die Amerikanischen ab.

Bauwerke

Durch Berg verlief die römische Rheinuferstraße, ein Leugenstein bezeichnete die Entfernung nach Speyer. Von diesem römischen Meilenstein an der Römerstraße von Basel nach Mainz ist nur noch der Sockel erhalten, er findet sich am Ortsausgang neben der Landesstraße 540. Dies ist der erste Stein dieser wichtigen römischen Fernverbindung auf deutschem Gebiet. An der Fortsetzung der Römerstraße Richtung Osten befindet sich ein weiterer Meilenstein.

Mehr Informationen zur Geschichte Bergs finden Sie in dem Link Historie.

Religion

2012 waren 56,7 Prozent der Einwohner katholisch und 19,4 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos. Im Jahr 1871 waren von insgesamt 1049 Einwohnern 1019 katholisch (97 Prozent) und 30 evangelisch (3 Prozent).

Mehr statistische Informationen über Berg finden Sie in dem Link Einwohnerstatistik.

Politik – Gemeinderat

Der Gemeinderat in Berg besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Mehr Informationen über die Zusammensetzung des Berger Rates und der Ausschüsse finden Sie in den Links Gemeinderat und Gemeindeausschüsse.

Gemeindepartnerschaft

Berg ist verschwistert mit Vordernberg in der Steiermark.

Museen

In Neulauterburg gibt es im sogenannten „Zollmuseum“ eine Ausstellung zur Grenze im ehemaligen „Zollpavillon“. Dieser wurde in seiner aktiven Zeit für die Zollformalitäten beim Grenzübertritt zwischen Deutschland und Frankreich genutzt und diente den deutschen Zollbeamten als Büro- und Arbeitsräume.

Weitere Informationen über Einrichtungen in Berg finden Sie in unter dem Link Einrichtungen.